Manuelle Therapie
Sie befasst sich mit reversiblen Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungssystem.
Benutzt werden dabei alle manuellen, diagnostischen und therapeutischen Techniken an den Extremitätengelenken und an der Wirbelsäule, die zur Auffindung und Behandlung dieser Störungen dienen.
Grundlage sind bekannte, wissenschaftlich hinterlegte Untersuchungs- und Therapieverfahren, die durch spezielle manualtherapeutische Methoden ergänzt werden. Nach einem eingehenden ausführlichen Befund am Beginn der Therapie gelangt der Therapeut zu einer „Arbeitsdiagnose“ (welche keineswegs konträr zur ärztlichen Diagnose steht). Diese ermöglicht eine gezielte Behandlung der möglichen Ursache für eine funktionelle Störung des Bewegungsapparates mittels sanfter Handgriffe, passiver und aktiver Mitarbeit des Patienten.
nach „Sachse“
Neben der Beseitigung der vorhandenen Blockierungen wird in diesem Konzept besonderer Wert auf die Behandlung der Muskulatur gelegt. Auftretende Triggerpunkte ( Schmerzpunkte mit Ausstrahlung in zugehörige Schmerzfelder ) werden lokalisiert und durch eine sanfte Technik gelöscht.
Über die Technik des "kurzen Fußes" können über aktive Arbeit mit dem Fußgewölbe Muskelketten des Körpers aktiviert werden.
nach „Kaltenborn-Evjenth“
Es handelt sich um ein aus Skandinavien stammendes Behandlungskonzept.
Besonderer Wert wird hier auf die Ermittlung möglicher Hyper- (ein zuviel an Bewegung) oder Hypomobilitäten (ein zu wenig an Bewegung) von Gelenken durch körperliche Untersuchung gelegt. Ziel ist es (wie bei allen Manualtherapiekonzepten), eine Normalisierung bzw. Wiederherstellung der Bewegungsharmonien zu erreichen.
nach „Cyriax“
Im Vordergrund steht hier eine ausführliche klinische Eingangsuntersuchung zur Differenzierung möglicher Quellen des Schmerzes oder der Bewegungsstörungen. Diese können dann sehr gezielt mit entsprechend ausgewählten Maßnahmen der Manualtherapie behandelt werden. Nicht immer steht die Mobilisationen im Vordergrund. So bedarf ein „zuviel“ an Bewegung aktiver Stabilisation durch den Patienten, um den Schmerz zu lindern.
