Ergotherapie allgemein
Die Maßnahmen der Ergotherapie, als nichtärztlicher Heilberuf, dienen der Wiederherstellung, Entwicklung, Verbesserung, Erhaltung oder Kompensation der krankheitsbedingt gestörten motorischen, sensorischen, psychischen und kognitiven Funktionen und Fähigkeiten.
Sie bedienen sich komplexer aktivierender und handlungsorientierter Methoden und Verfahren, unter Einsatz von adaptierten Übungsmaterialien, funktionellen, spielerischen, handwerklichen und gestalterischen Techniken sowie lebenspraktischen Übungen.
Rezeptgrundlagen:
- Grünes Verordnungsblatt Nr.18
- Behandlungsbeginn innerhalb von 14 Tagen nach Ausstellungsdatum
- einzutragen sind: Anzahl der Behandlungen, Frequenz, zu verordnendes Heilmittel, Diagnose + Leitsymptomatik, mögliche Ziele, verordnungsfähige Heilmittel
motorisch-funktionelle Behandlung
dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der motorischen Funktionen mit und ohne Beteiligung des peripheren Nervensystems und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen
Behandlungsdauer: 30 min.
sensomotorisch-perzeptive Behandlung
dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der sensomotorischen und perzeptiven Funktionen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen
Behandlungsdauer: 45 min.
Hirnleistungstraining/neuropsychologisch orientierte Behandlung
dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen, insbesondere der kognitiven Störungen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen
Behandlungsdauer: 30 min.
psychisch-funktionelle Behandlung
dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen, der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen
Behandlungsdauer: 60 min.
ergänzende Heilmittel
Thermische Anwendung (Wärme in Form von Paraffin, Kiesbad und Fango sowie Kälte in Form von Raps, Bohnen, Linsen)
Behandlungsschwerpunkte
Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
- Unfall-, Gelenk- und Wiederherstellungschirurgie (z.B.:Mb.Dupuytren, Karpaltunnelsyndrom, Frakturen)
- Amputationen/angeborene Fehlbildungen
- CRPS
- Gelenk- und Weichteilerkrankungen (z.B.: Arthritis, Arthrose)
- Erkrankungen des Muskelsystems
Erkrankungen des Zentralnervensystems
- angeborene oder früherworbene Hirnschädigungen und/oder Entwicklungsstörungen (z.B. Zerebralparesen)
- Schädigung des Gehirns nach Abschluss der Hirnreife (z.B.:Apoplex, SHT, Mb.Parkinson, Multiple Sklerose
Schädigung des Rückenmarks und der peripheren Nerven
- Schädigungen des Rückenmarks (z.B.: Querschnittssyndrom)
- Schädigung der peripheren Nerven (z.B.: Plexusparesen, Nervenwurzelläsionen)
psychische Störungen
- geistige und psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter (z.B.: Autismus, Störungen des Sozialverhaltens)
- dementielle Syndrome (z.B.: Morbus Alzheimer)





