Arbeitsplatzorientierte muskuloskeletale Rehabilitation (AOMR) für Versicherte der VBG
Ziel
der AOMR ist es, während der medizinischen Rehabilitation nicht nur Funktions- und Strukturstörungen zu beseitigen oder zu kompensieren,
sondern vielmehr auch konkret benötigte arbeitsrelevante Funktionsabläufe in die Therapie zu integrieren.
Dies geschieht mit Hilfe einer spezifischen Arbeitsorientierung, um eine ausreichende funktionelle Belastbarkeit für die unmittelbar anschließende vollschichtige Rückkehr an den (bisherigen) Arbeitsplatz zu erreichen
AOMR - Therapiegrundsätze
- Training des ganzen Körpers! (nicht nur der verletzten Strukturen)
- Erreichen der Leistungsfähigkeit ggf. durch Erlernen von geeigneten Bewegungsabläufen (Leistung trotz Einschränkung!)
Ablauf AOMR
Erhebung des Patientenfähigkeitsprofils
- Screening-Test der kritischen Arbeitsplatzanforderungen entsprechend dem Ergebnis der Tätigkeitsanalyse
- EFL-Screening-Test
- Alternativen: ERGOS, SAPPHIRE
- Keine Voll-Testungen
EFL- Test (Evalution der funktionellen Leistungsfähigkeit)
- Umfassende Beurteilung des individuellen physischen Leistungsvermögens (Belastbarkeit) unter realistischen Belastungen
- 29 Tests: Hantieren von Lasten, Haltung/Beweglichkeit,Handkoordination, statische Haltung, Fortbewegung
- PACT-Test zur Selbsteinschätzung
- Arbeitsspezifische Zusatztests
- Umfassender Bericht
EFL-Bericht
- Relevante Probleme insb. Arbeitssituation, Arbeitsfähigkeit
- Testdurchführung (Motivation, Bewegungskoordination)
- Auftreten von Symptomen und Umgang mit Beschwerden
- Sicherheit der Arbeitstechnik
- Selbsteinschätzung der körperlichen Belastbarkeit (PACT)
- Relevante Fähigkeiten und Defizite
- Beurteilung bezüglich der beruflichen Tätigkeit
- Fazit/Zusammenfassung/Empfehlungen

